Rundu

Rundu ist mit knapp 82.000 Einwohnern nach Windhoek die zweitgrößte Stadt Namibias.

Die Stadt am Okavango ist das wirtschaftliche Zentrum der Region Kavango im Nordosten Namibias und die Stadt mit dem höchsten Bevölkerungszuwachs. Der Fluss ist Lebensader und Hauptattraktion Rundus und der Region zugleich. Die Stadt ist knapp 1.100 Meter über dem Meeresspiegel auf einer landschaftlich reizvollen Anhöhe gelegen. Ansonsten dominieren die flachen Ausläufer des nördlichen Kalahari-Beckens.

In Rundu herrscht ein subtropisches Klima, wie auch in weiten Teilen Nordnamibias. Nach den Fluten des Okavango im März und April kann es vor allem während der Sommermonate Oktober bis April sehr schwül werden. Haben die Fluten eingesetzt, bauen die hier lebenden Kavango in den Überschwemmungsgebieten Reis und Sorghum an.

Stadtbild

Rundu liegt am Südufer des Okavango. Über den Fluss besteht ein Grenzübergang mit Fährverbindung zur angolanischen Seite. An den westlichen und östlichen Ausläufern der Stadt befinden sich die informellen Siedlungen. Deren Bewohner haben durch ihren Zuzug und der nicht vorhandenen Infrastruktur für eine solch hohe Einwohnerzahl eigene Stadtviertel am Stadtrand gegründet.

Sehenswürdigkeiten & Aktivitäten

Das Angebot an Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in und um Rundu ist sehr gering. Da die Stadt erst in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts erbaut wurde und auch erst in den letzten Jahrzehnten wuchs, gibt es auch kein sehenswertes historisches Stadtbild wie in Lüderitz oder Swakopmund zu entdecken.

Rundu und sein Umland sind für Kunsthandwerk bekannt. Die hier lebenden Kavango sind geübte Holzschnitzer – ihre Produkte gibt es in der gesamten Region, aber auch auf Märkten in Okahandja und Windoek zu kaufen. In Rundu selbst kann man auf dem Kavango Trade Fair Market viele Holzschnitzereien ersteigern. Wunderschönes Kunsthandwerk bietet auch der Markt der Kooperative Mbungura Woodcraft im Ortszentrum an.

Der Flusslauf des Kavango bietet außerhalb Rundus seinen Gästen wunderschöne Wanderausflüge zu Fuß oder mit dem Boot. Hier können vor allen Tierbeobachtungen der prachtvollen Vogelwelt aber auch der Flussbewohner gemacht werden. Touren am und auf dem Fluss können in Rundu oder in den zahlreichen Lodges in der Umgebung gebucht werden.

Rund 30 Kilometer östlich von Rundu entfernt ist das Städtchen Shambyu gelegen. Hier befindet sich eine sehenswerte Station der römisch-katholischen Mission, welche im Jahre 1930 erbaut wurde. Auch das Kavango-Museum, dessen Grundstein in der Mitte der 80er Jahre gelegt wurde, kann hier besucht werden.

Geschichte

Die Stadt Rundu wurde 1936 von der damaligen südafrikanischen Mandatsmacht als Verwaltungssitz des Kavango gegründet. Bis in die 1940er Jahre wurde Rundu auch Runtu genannt. Infolge der Apartheidpolitik erfuhr Rundu in den 60er Jahren eine Rassentrennung der Stadtteile. In den Jahren 1969 bis 1975 wurde die schwarze Bevölkerung in den Stadtteil Nkarapamwe umgesiedelt. 1970 wurde Rundu Hauptstadt und Regierungssitz des Homeland Kavangoland, welches am 4. Mai 1973 einen Autonomiestatus mit Selbstverwaltung innerhalb Namibias erhielt.

Während des namibischen Unabhängigkeitskrieges in den Jahren 1966 bis 1988 war die Stadt Stationierungsort der südafrikanischen Armee. Seit der Unabhängigkeit Namibias 1990 hat sich die Einwohnerzahl durch Landflucht und politische Flüchtlinge aus Angola mehr als verdoppelt. Rundu zählt heute immer noch zu den ärmsten Städten Namibias. Seit der Vollendung des Trans-Caprivi-Highways erfährt die Stadt jedoch einen wirtschaftlichen Aufschwung aber auch eine noch größere Zuwanderung.

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