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Reisebericht Namibia: Wildkatzen, Dünen und Kulturen

Am 17.April flog ich von Frankfurt aus zunächst nach Johannesburg, Südafrika, und weiter nach Windhoek, Namibia. In Windhoek gelandet wurde ich gleich von meinem freundlichen Transferfahrer Edward in Empfang genommen und zum Chameleon Gästehaus nach Windhoek gefahren, wo ich eine Vorübernachtung hatte. Schon auf dieser kurzen Strecke wurde mir bewusst, dass ich mir Namibia immer ganz anders vorgestellt habe. Die Landschaft ist so unterschiedlich und je mehr mich die Reise durch Namibia führte desto beeindruckter war ich.
Meine Reise ging zunächst in Richtung Norden in die Nähe des Waterberg. Hier, auf dem Gelände der AfriCat Foundation, errichteten wir, eine bunt gemischte Reisegruppe aus aller Welt, unser erstes Camp. Am Nachmittag besuchten wir dann die Stiftung, welche sich mit der Rehabilitation von Wildkatzen, sowie einem Rettungs- und Befreiungsprogramm dieser beschäftigt. Wir haben die Chance Leoparden und Geparden hautnah zu erleben und können wunderbare Fotos schießen.

Nach diesem Erlebnis ging es weiter in den Etosha-Nationalpark, einem der größten Schutzgebiete der Welt. Hier war Safari pur angesagt! Unsere Pirschfahrten zeigten uns Giraffen, Elefanten, Zebras, Gnus, Impalas, Kudus, Strauße, Schakale, Löwen und sogar 2 Nashörner. Diese waren jedoch nur aus der Ferne mit dem Fernglas zu beobachten. Nach der Wildnis im Etosha-Nationalpark machten wir uns auf in Richtung Atlantikküste. Unterwegs besuchten wir ein traditionelles Himba-Dorf und lernten mehr über die Lebensweise und Traditionen der Himbas. Wir verabschiedeten uns von den Himbas und fuhren nach Grootberg.

Eine Übernachtung kurz vor dem Grootberg-Pass eröffnete uns eine ganz einzigartige und felsige Landschaft. Leider mussten wir am nächsten Tag diesen Platz schon wieder verlassen und fuhren über den Grootberg-Pass, auf 1540 m Höhe, nach Twyfelfontein. Die Attraktion von Twyfelfontein ist das zerklüftete Felsmassiv mit seinen hunderten von Felsgravuren. Heute zählt Twyfelfontein ebenfalls zum UNESCO-Welterbe und ist ein Highlight einer jeder Namibiareise.

Von den Felsgravuren aus ging es am Brandberg vorbei an die Atlantikküste. Hier legten wir einen Stopp bei Cape Cross ein und besuchten die weltweit größte, zugängliche Robbenkolonie. Die brüllenden und sich in der Sonne wälzenden Tiere sind schön zu beobachten, aber an den intensiven Geruch muss sich die Nase erst einmal gewöhnen. Weiter an der Küste entlang führte die Reise nach Swakopmund. Das deutsch anmutende Städtchen am Atlantik war eine willkommene Abwechslung zu der doch sehr dünn besiedelten Strecke, die wir bereits hinter uns hatten.
Ein Abendessen bei Jettys am Ende der Mole lies den Abend gemütlich ausklingen. Sollten Sie wenig Zeit in Swakopmund haben, so kann ich Ihnen nur die Living Desert Tour empfehlen. Es ist erstaunlich was man über das Leben auf, in und unter der Düne lernt und welche Tiere man zu Gesicht bekommt.
Ganz anders als der Dorob-Nationalpark waren die Dünen bei Sossusvlei. Roter, leuchtender Sand zum Sonnenaufgang begrüßte uns. Ein Aufstieg den Dünenkamm entlang und der sich eröffnete Blick über das Death Vlei und das Sossusvlei war so einmalig. Ebenso der Sesriem-Canyon, mit seiner unglaublichen Tiefe und seinen verschlungenen Wegen war eine Reise nach Namibia wert. Mit einem letzten Sonnenuntergang über der Wüste Namibias verabschiedeten wir uns von diesem tollen und vielseitigen Land.

Viele Grüße, Tina