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Kunst und Kultur

Leider steht Namibias gegenwärtige Kunst- und Kulturszene im Schatten der südafrikanischen Künstler.

Der kulturelle Bereich war lange von weißen Künstlern und Rezipienten geprägt, dass es nur wenige einheimische Künstler und Kulturschaffende aus ihrer Nische heraus zu größerer Öffentlichkeit schafften.

Auch ist der Kunst- und Kulturbegriff stark westlich geartet – denn in dem Vielvölkerstaat gehören Musik, Malerei und andere künstlerische Ausdrucksmittel einfach zur Kultur des Alltags dazu.

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Die traditionelle Volkskunst Namibias
Die ersten Künstler des heutigen Namibia hinterließen bereits vor Tausenden von Jahren ihre Kunstwerke auf den roten Felsen des Landesinneren. Die Felsgravuren von Twyvelfontein sind bis zu 250.00 Jahre alt. Das zentrales Thema der historischen Gravuren und Malereien sind Tiere und Menschen. Auch im 18. und 19. Jahrhundert haben Künstler der Volksgruppe der San unter der Beobachtung von Siedlern und Forscher solche Kunstwerke hergestellt.

Die traditionelle Volkskunst Namibias scheint populärer als die zeitgenössische Bildende Kunst moderner Künstler zu sein. Für den Reisenden erfüllen die Holzschnitzereien das klassische Bild schwarzafrikanischer Kunst. Vor allem von den Bewohnern des Kavango werden vorrangig Holzschnitzereien im ganzen Land verkauft. Die Vielfalt der Kunstobjekte reicht von Tierdarstellungen bis hin zu Alltagssituationen der traditionellen Bevölkerung.
Von den Frauen der Herero sind vor allem die von ihnen hergestellten Puppen ein sehr beliebtes Souvenir der Reisenden. Die Puppen sind ein Spiegel ihrer gegenwärtigen Kultur – sie sind ganz in die für die Herero typischen bunten Röcke im viktorianischen Stil gehüllt.
Die von den San gefertigten Ketten, Ohrringe und Armreifen aus der Schale von Straußeneiern sind über die Landes- und Kontinentgrenzen hinaus bekannt und können sogar in europäischen Dritte Welt Läden gekauft werden. Das Angebot so genannter traditioneller Volkskunst ist in Namibia unerschöpflich. Ob Stickereien, Bettwäsche oder Kleidung der Nama, Arm- und Beinschmuck der Himba oder Schnitzereien der Caprivi Völker oder der Ovambo – beim Kauf der Souvenirs sollte immer auf Authentizität geachtet werden. Oft hat die so genannte „Airport Art“ sehr wenig mit der traditionellen Kultur der jeweiligen Völker zu tun.

Die zeitgenössische Kunst Namibias

Die zeitgenössische Kunst Namibias ist geprägt von jungen, aufstrebenden Künstlern mit Stipendien an der Windhoeker Akademie. Oft macht sich die neue Generation einen Namen durch schrille und kontrastreiche Bildsprache in ihren Gemälden, Grafiken oder Fotografien. Zu den bekanntesten unter ihnen zählen Andrew van Wyk und Tembo Masala. In ihren neuesten Arbeiten kann verstärkt die Intention, sich auf das traditionelle Kulturerbe und die Wurzeln zu besinnen, beobachtet werden. Die Malerin und Grafikerin Imke Rust ist eine weitere Vertreterin, welche u. a. anhand traditioneller Stilmittel moderne Skulpturen und Gemälde erschafft. Ihre Arbeiten sind in Galerien in Windhoek, aber auch international zu betrachten.

Literatur

Das Literaturgenre Namibias hat leider nur wenige bekannte Vertreter, die über die Landesgrenze hinaus bekannt sind. Aber auch in Namibia selbst gibt es sehr wenige populäre Schriftsteller. Literatur hat in Namibia immer etwas mit dem Erzählen von Alltagsgeschichten zu tun, darüber hinaus ist sie reich an interessanten und spannenden Lebensgeschichten. Viele Romane und Erzählungen handeln vom Alltag während der Kolonialzeit, der Apartheid oder nach der Unabhängigkeit. Die bekanntesten Vertreter des Genres sind Zephaniah Kameeta, Mvula Ya Nangolo oder auch Joseph Diescho. Ihre Arbeiten thematisieren vor allem den Unabhängigkeitskrieg. Der in der deutschen Sprache schreibende Giselher W. Hoffmann setzt den verschiedenen traditionellen Kulturen Namibias ein Denkmal. Fast jedes seiner Bücher behandelt ein Volk des Landes. Wie auch viele andere thematisiert G. W. Hoffmann den Kampf für die Unabhängigkeit des Landes und gegen die südafrikanische Mandatsmacht. Ein auch die jüngste Geschichte Deutschlands betreffendes Buch hat Lucia Ngombe geschrieben. In „Kind Nr. 95“beschreibt sie ihr Schicksal als SWAPO-Kind in der DDR und das als Rückkehrerin ins unabhängige Namibia.

Musik

In der namibischen Musikszene gibt es leider kaum bekannte Namen. Die jeweiligen Künstler können sich keine professionellen Studioaufnahmen leisten bzw. betreiben ihr Musikgeschäft als Hobbies nebenbei. Die Bandbreite namibischer Musikproduktionen reicht vom HipHop, Pop und Hardrock bis zu Klassik und traditionellen Werken.

Der wohl bekannteste Musiker Namibias ist Jackson Kaujeau. Aufgrund seiner Protesthaltung gegen das Apartheid-Regime lebte er bis 1989 im Exil und produzierte von dort Protestsongs auf Basis des Kwela-Beats mit traditionellen Liedern der Herero und Nama. Ein populärer Vertreter des HipHop ist der Rapper Shikololo. Er transformiert seine Muttersprache Oshivambo in moderne Textverse und verbindet diese mit modernen Klängen und Beats.

Auch Namibia besinnt sich seiner traditionellen europäischen Wurzeln. Seit 1971 besteht das Staatliche Musikkonservatorium in Windhoek. Auch das National Symphonie Orchestra befindet sich in der Stadt und verbindet bei Auftritten gerne das klassische Repertoire mit der Musik der verschiedenen Ethnien des Landes.